Ein Hausnotruf ist ein kleines Gerät am Handgelenk oder als Anhänger, mit dem man auf Knopfdruck eine Notrufzentrale erreicht. Im Notfall — Sturz, Unwohlsein, Bewusstlosigkeit — kann sofort Hilfe gerufen werden. Für Menschen, die alleine leben und sich nicht mehr sicher fühlen, ist es eine einfache, günstige Sicherheitslösung.
Was kostet ein Hausnotruf?
- Basisservice Hausnotruf: ca. 20–30 €/Monat inkl. Gerät und 24/7-Zentrale
- Mobilfunk-Hausnotruf (auch außerhalb der Wohnung): ca. 30–45 €/Monat
- Einmalkosten für Installation/Einweisung: meist 20–50 €
- Anbieter: ASB, DRK, Malteser, Johanniter, Deutsche Telekom, Senioren-Notrufsystem u. a.
Was zahlt die Pflegekasse?
Der Hausnotruf gilt als Hilfsmittel und kann über die Krankenkasse (§33 SGB V) oder die Pflegekasse finanziert werden — je nach Begründung. Für Pflegebedürftige (ab Pflegegrad 1) ist der Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich (§45b SGB XI) eine flexible Option, um den Hausnotruf komplett oder anteilig zu finanzieren.
💡 Mit Entlastungsbetrag finanzieren
Viele Pflegebedürftige nutzen ihren monatlichen Entlastungsbetrag (131 €) für den Hausnotruf — das reicht für den Basisservice aus, und der Betrag verfällt sonst. Achtung: Der Anbieter muss als anerkannter Entlastungsdienstleister in NRW zugelassen sein.
Wie funktioniert ein Hausnotruf?
- 1Knopfdruck am Armband oder Anhänger im Notfall
- 2Verbindung zur 24/7-Notrufzentrale innerhalb von Sekunden
- 3Zentrale spricht mit der Person oder sendet automatisch Hilfe, wenn keine Antwort kommt
- 4Bei Bedarf werden Angehörige, Nachbarn oder Rettungsdienst informiert
- 5Rückruf und Protokoll nach jedem Einsatz
Mobiler Hausnotruf: auch außerhalb der Wohnung
Neuere Systeme mit GPS und Mobilfunk funktionieren auch unterwegs — im Garten, beim Spaziergang oder beim Einkaufen. Diese mobilen Systeme kosten etwas mehr, sind aber für aktive Senioren oft die bessere Wahl.
