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Pflege und Beruf vereinbaren: So gelingt die Balance

Zuletzt aktualisiert: Januar 2026 • 8 Min. Lesezeit

Rund 5 Millionen Menschen in Deutschland pflegen Angehörige — viele davon neben dem Beruf. Das kann auf Dauer zur echten Belastungsprobe werden. Doch es gibt gesetzliche Ansprüche und praktische Strategien, die helfen.

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung (§ 2 PflegeZG)

Wenn ein naher Angehöriger plötzlich pflegebedürftig wird, können Sie sich bis zu10 Arbeitstage freistellen lassen, um die Pflege zu organisieren. Während dieser Zeit erhalten Sie Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse (ca. 90 % des Nettoeinkommens). Die Freistellung muss dem Arbeitgeber unverzüglich mitgeteilt werden.

Pflegezeit (§ 3 PflegeZG)

Sie können sich für bis zu 6 Monate vollständig oder teilweise freistellen lassen, um einen nahen Angehörigen zu Hause zu pflegen. Anspruch besteht in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten. Die Pflegezeit ist unbezahlt, aber Sie sind in dieser Zeit weiterhin sozialversichert (Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung).

Tipp: Beantragen Sie ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA), um die Einkommenseinbuße zu überbrücken.

Familienpflegezeit (§ 2 FPfZG)

Die Familienpflegezeit ermöglicht eine Reduzierung der Arbeitszeit auf mindestens15 Stunden pro Woche für bis zu 24 Monate. Auch hier kann ein zinsloses Darlehen beantragt werden. Kombiniert mit der Pflegezeit ergibt sich ein Gesamtanspruch von bis zu 30 Monaten.

Steuerliche Absetzbarkeit

Pflegeaufwendungen können unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen(§ 33 EStG) oder als haushaltsnahe Dienstleistungen (§ 35a EStG, bis zu 4.000 €/Jahr) steuerlich geltend gemacht werden. Heben Sie alle Rechnungen auf.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Sprechen Sie offen mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Unternehmen bieten flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder betriebliche Sozialberatung an.
  • Nutzen Sie Beratungsangebote. Die Pflegestützpunkte in NRW bieten kostenlose und neutrale Beratung — auch telefonisch.
  • Delegieren Sie. Nicht alles muss selbst erledigt werden. Ambulante Pflegedienste wie Helping Home übernehmen zuverlässig Teile der Pflege.
  • Achten Sie auf sich selbst. Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege ermöglichen Ihnen dringend benötigte Auszeiten.
  • Vernetzen Sie sich. Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige bieten emotionale Unterstützung und praktische Tipps.

Fazit

Pflege und Beruf lassen sich vereinbaren — aber es braucht eine gute Planung und Unterstützung. Nutzen Sie Ihre gesetzlichen Rechte und scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Helping Home ist für Sie da: Als erfahrener ambulanter Pflegedienst in Duisburg unterstützen wir Sie und Ihre Familie.

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