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Ratgeber · Hilfsmittel & Ausstattung
Pflegebett zuhause 2026: Finanzierung, Modelle & richtige Einstellung
Ein Pflegebett erleichtert die häusliche Pflege enorm — für Pflegebedürftige und Pflegende. Krankenkasse und Pflegekasse übernehmen die Kosten. Dieser Ratgeber zeigt, welches Modell für Sie passt und wie Sie es beantragen.
§33 SGB V
Krankenkasse zahlt
Lieferung
Aufbau & Einweisung inklusive
ab PG 1
Auch ohne Pflegegrad möglich
Pflegebett-Typen: Welches ist das Richtige?
1-Funk
Nur Höhenverstellung
Leichte Pflegesituationen, gute Eigenmobilität
ab 500 €
2-Funk
Höhe + Rückenverstellung
Häufigste Wahl zuhause, Standardversorgung
ab 900 €
3-Funk
Höhe + Rücken + Knieverstellung
Bettlägerige, Dekubitusprävention
ab 1.200 €
Intensivbett (5-Funk)
Alle Positionen + Trendelenburg
Schwerstpflegebedürftige, Beatmung
ab 2.500 €
Krankenkasse übernimmt bei Verordnung. Eigenanteil: Zuzahlung 10 €/Monat (max. 2% Jahreseinkommen).
Pflegebett beantragen: So geht's
1
Arzt aufsuchen: Hausarzt oder Facharzt ausstellen lassen. Diagnose + medizinische Begründung für das Pflegebett (z.B. "Pflegebett zur Dekubitusprophylaxe bei Pflegegrad 3").
2
Sanitätsfachhandel wählen: Vertragspartner Ihrer Krankenkasse wählen. Der Sanitätsfachhandel rechnet direkt mit der Kasse ab. Tipp: Mehrere Angebote einholen, auf Qualität achten.
3
Genehmigung abwarten: Krankenkasse genehmigt in 3–5 Werktagen. Bei Ablehnung: Widerspruch innerhalb von 4 Wochen. Pflegebett ist ein Pflichtleistung bei medizinischer Indikation.
4
Lieferung & Einweisung: Sanitätsfachhandel liefert, baut auf und weist ein. Alle Funktionen zeigen lassen. Wichtig: Matratze und Zubehör gleich mit verordnen lassen.
Wichtiges Zubehör — was die Kasse zahlt
WichtigKK zahlt
Antidekubitus-Matratze: Pflicht für alle bettlägerigen Patienten. Wechseldruckmatratze bei Dekubitusrisiko.
WichtigKK zahlt
Bettgitter / Seitengitter: Sturzschutz, besonders bei Demenz und Unruhe. Meist 2 oder 4 Gitter.
Wichtig
Überfahrtisch: Höhenverstellbarer Tisch fürs Bett. Essen, Lesen, Laptop. Ca. 80–150 €.
KK zahlt
Aufstehhilfe / Bettleiter: Hilft beim Aufsetzen aus eigener Kraft. Für Menschen mit eingeschränkter Armkraft.
WichtigKK zahlt
Matratzenschoner (wasserdicht): Pflicht bei Inkontinenz. Schützt Matratze, leicht waschbar.
Pflegebettrahmen: Optischer Rahmen für normaleres Aussehen. Nicht medizinisch notwendig.
Pflegebett richtig einstellen: 4 Tipps
Arbeitshöhe für Pflege
Bett hochfahren bis Beckenhöhe der Pflegeperson (ca. 70–90 cm). Rücken gerade — so werden Rückenschmerzen vermieden.
Aufstehhöhe für Patient
Bett niedrig stellen (45–55 cm) wenn Patient aufsteht. Füße müssen sicher auf dem Boden stehen.
Rückenlehne für Essen
Rücken auf ca. 45–60° anheben zum Essen. Verhindert Aspiration (Verschlucken). Knieverstellung leicht erhöhen.
Lagerungswechsel
Bei Dekubitusrisiko: alle 2h umlagern. Elektrische Funktion nutzen — schont Patient und Pflegende.
Häufige Fragen zum Pflegebett
Zahlt die Krankenkasse ein Pflegebett für zuhause?+
Ja. Ein Pflegebett ist ein Hilfsmittel nach §33 SGB V — bei ärztlicher Verordnung zahlt die Krankenkasse. Außerdem zahlt die Pflegekasse bei Pflegegrad 2–5 einen Zuschuss über Pflegehilfsmittel. Der Sanitätsfachhandel liefert das Bett nach Hause und richtet es ein. Wichtig: Erst verordnen lassen, dann bestellen.
Welches Pflegebett ist das beste für zuhause?+
Für zuhause empfehlen sich elektrisch höhenverstellbare Pflegebetten mit Rücken- und Knieverstellung (2-Funk oder 3-Funk). Breite: 90 cm (Standard) oder 100 cm (für schwere Patienten). Wichtig: Passende Antidekubitus-Matratze, Bettgitter für Sturzschutz, ergonomische Höhe für Pflegepersonal (Arbeitshöhe 70–90 cm).
Wie hoch sollte ein Pflegebett eingestellt sein?+
Für die Pflege: Betthöhe so einstellen, dass das Pflegepersonal aufrecht steht (ca. 70–90 cm je nach Körpergröße). Für den Patienten: Niedrig genug, dass er sicher aufstehen kann (ca. 45–55 cm = Sitzhöhe Stuhl). Elektrisch höhenverstellbare Betten wechseln zwischen beiden Positionen auf Knopfdruck.
Pflege zuhause einrichten — wir helfen
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