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Ratgeber Pflege

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Nachtpflege zu Hause – Was gibt es, was kostet es?

Aktualisiert: Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachtpflege zuhause = Nachtwache durch Pflegeperson
  • Häufig notwendig bei Demenz, Sturzgefahr oder schwerer Erkrankung
  • Kosten über Pflegesachleistungen oder Verhinderungspflege teilweise gedeckt
  • Alternativen: Hausnotrufsystem, Pflegehilfsmittel für mehr Sicherheit

Was versteht man unter Nachtpflege?

Nachtpflege zu Hause bezeichnet die professionelle oder familiäre Betreuung einer pflegebedürftigen Person während der Nacht. Das kann eine aktive Nachtwache sein (Betreuungsperson ist die ganze Nacht wach) oder eine passive Bereitschaft (Person schläft, ist aber im Haus und greift bei Bedarf ein).

Nachtpflege wird häufig gebraucht bei:

  • Demenzerkrankten, die nachts unruhig oder orientierungslos sind
  • Personen mit hohem Sturzrisiko
  • Menschen nach Operationen oder akuten Erkrankungen
  • Schwerkranken mit medizinischem Überwachungsbedarf
  • Pflegenden Angehörigen, die selbst nicht mehr durchhalten

Was kostet Nachtpflege zuhause?

Die Kosten variieren stark je nach Region, Anbieter und Umfang der Leistung. Als Richtwert gilt:

Einfache Nachtbereitschaft (8 Std.)80–150 €
Aktive Nachtwache (24h-Dienst)150–250 €/Nacht
24h-Pflegekraft aus Osteuropa1.500–2.500 €/Monat
Professioneller ambulanter Dienst50–80 €/Stunde

Zahlt die Pflegekasse Nachtpflege?

Direkt als "Nachtpflege" gibt es keinen eigenen Leistungstopf. Aber es gibt mehrere Wege, Nachtpflege über Pflegeleistungen zu finanzieren:

Pflegesachleistungen (§36 SGB XI)

Ambulante Pflegedienste können Sachleistungen auch für Nacht-Einsätze abrechnen – ab Pflegegrad 2, je nach Pflegegrad bis zu 2.200 €/Monat.

Verhinderungspflege (§39 SGB XI)

Wenn die Hauptpflegeperson selbst krank oder im Urlaub ist, können bis zu 1.612 €/Jahr für eine Ersatzpflegeperson genutzt werden – auch nachts.

Entlastungsbetrag (§45b SGB XI)

Die 131 €/Monat können für anerkannte Entlastungsangebote genutzt werden – auch für abendliche Betreuung durch anerkannte Anbieter wie Helping Home.

Sicherheit nachts ohne permanente Nachtwache

Nicht jeder braucht eine Nachtwache. Oft helfen technische Hilfsmittel, um die Sicherheit deutlich zu erhöhen – ohne hohe Kosten:

  • Hausnotrufsystem: Knopfdruck genügt – sofort verbunden mit Leitstelle oder Angehörigen
  • Bettkantekalarm: Alarm, wenn Person nachts aufsteht – verhindert unbemerkte Stürze
  • GPS-Uhr bei Demenz: Ortung bei nächtlichem Weglaufen
  • Sensormatten: Erkennen Bewegung und senden Signal an Angehörige
  • Hüftprotektoren: Polster schützen bei Sturz (§40-Hilfsmittel)

Beratung zur Nachtpflege

Wir helfen Ihnen, die richtige Lösung für die Nacht zu finden – von Hilfsmitteln bis zu abendlicher Betreuung.

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