Ratgeber

Pflegegrad erhöhen: Höherstufung beantragen – so geht's

Wenn der Pflegebedarf gestiegen ist, haben Sie Anspruch auf einen höheren Pflegegrad – und damit auf mehr Leistungen. Wir erklären den Weg.

Wann ist eine Höherstufung sinnvoll?

Eine Höherstufung ist angebracht, wenn der Pflegebedarf gegenüber der letzten Begutachtung spürbar gestiegen ist – etwa nach einem Sturz, einer Krankheit, fortschreitender Demenz oder veränderten häuslichen Verhältnissen. Auch wenn der aktuelle Pflegegrad nicht ausreicht, um notwendige Leistungen zu finanzieren, lohnt ein Antrag.

So stellen Sie den Antrag

Ein formloses Schreiben an die Pflegekasse genügt: "Ich beantrage die Überprüfung meines Pflegegrades mit dem Ziel einer Höherstufung." Nach Eingang beauftragt die Pflegekasse den Medizinischen Dienst (MD) mit einer erneuten Begutachtung. Bis zur Entscheidung gilt der bisherige Pflegegrad weiter.

Vorbereitung auf den MD-Besuch

Führen Sie vor dem Besuch ein Pflegetagebuch über 1–2 Wochen. Notieren Sie alle Alltagsaktivitäten, bei denen Hilfe benötigt wird, mit Zeitaufwand. Legen Sie ärztliche Atteste und Facharztberichte bereit. Bitten Sie eine vertraute Person als Begleitung.

Was wenn die Höherstufung abgelehnt wird?

Gegen den Bescheid kann innerhalb von 4 Wochen Widerspruch eingelegt werden – schriftlich, mit Begründung. Pflegeberatungsstellen der Pflegekassen und unabhängige Pflegestützpunkte helfen kostenlos dabei.

Entlastungsbetrag bereits ab Pflegegrad 1

Schon ab Pflegegrad 1 stehen 125 €/Monat für Alltagsbegleitung zu – nutzen Sie diese Leistung jetzt.

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