Warum steigt das Sturzrisiko im Alter?
Muskelmasse, Reflexgeschwindigkeit und Gleichgewichtssinn nehmen ab dem 60. Lebensjahr messbar ab. Gleichzeitig verlangsamen sich Schutzreflexe, die uns vor Stürzen bewahren. Medikamente können Schwindel oder Benommenheit verursachen. Das Ergebnis: Stürze, die zu Knochenbrüchen und Pflegebedürftigkeit führen können.
Übungen für zuhause
Einbeinstand: Neben einer Stuhllehne stehen, ein Bein anheben und 10–30 Sekunden halten. Täglich üben. Fersengang: Auf den Fersen durch das Zimmer gehen, 2×10 Meter. Tandemstand: Einen Fuß direkt vor den anderen stellen (Seiltänzergang) und 10 Sekunden halten. Kniebeugen: An einem Stuhl festhalten, in die Knie gehen und wieder aufrichten – stärkt die wichtigsten Standmuskeln.
Hilfsmittel im Haushalt
Rutschfeste Matten im Bad, Haltegriffe an Badewanne und WC sowie ausreichende Beleuchtung reduzieren Sturzrisiken erheblich. Pflegekassen übernehmen Zuschüsse für wohnraumanpassende Maßnahmen nach §40 SGB XI (bis 4.000 € je Maßnahme).
Wann zum Physiotherapeuten?
Bei bereits eingetretenen Stürzen, Gleichgewichtsproblemen oder nach Krankenhausaufenthalten empfiehlt sich eine physiotherapeutische Einschätzung. Der Hausarzt kann gezieltes Gleichgewichtstraining verordnen.
Sicherheit im Alltag durch Alltagsbegleitung
Unsere Betreuungskräfte begleiten Senioren sicher im Alltag und bei Spaziergängen – §45b SGB XI gefördert.
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